Making a scabbard (Part 13): Applying the finish
Mit diesem Eintrag ist der erste Teil des Schwertscheidenbaus abgeschlossen. Nun warte ich auf Gussteile aus Holger Ratsdorfs Werkstatt, bevor ich das Schwertgehänge und den Gürtel in Angriff nehme.
Zur Imprägnierung wird das Scheidenleder mit einer dünnen Schicht Lederbalsam auf Bienenwachsbasis behandelt. Das Wachs wird dünn aufgetragen und gut eingerieben. Die Scheide glänzt danach noch ein bisschen mehr.
Für den Scheidenmund habe ich ein Stück des Leders passend zurechtgeschnitten. Das ovale Lederstück wird an den Rändern mit einem Lederhobel ausgedünnt und erhält einen Schlitz für die Klinge. Das Leder wird mit Lederkleber mit dem Holz der Scheide und dem Bezugsleder so verklebt, dass an der Seite kaum noch eine Naht sichtbar ist. Das Leder entsprechend dünn zu hobeln geht nur mit einem Lederhobel. Danach wird das Leder gefärbt und ebenfalls mit Bienenwachsbalsam behandelt.
Das Ortband wird auf die Scheidenspitze geschoben, so dass es so fest wie möglich sitzt. Mit kleinen Messingnägeln wird es vorsichtig fixiert. Die verwendeten Nägel dürfen nicht zu lang sein, da sie sonst bis zu Kinge durchdringen.
Damit ist die Schwertscheide an sich fertig. Es folgen nun noch das Schwertgehänge mit Gürtel sowie die Aufarbeitung des Schwertgriffs mit neuem Griffleder und Rainguard.
PS: Ich schätze, dass ich bisher rund 40 Stunden in das Projekt gesteckt habe. Puh.
(Quelle: maerenundlobebaeren)