Einträge getaggt mit Scheide
Einträge getaggt mit Scheide
Yesterdays prayer worked
As you can see, I had to cut some more length from both scabbard straps. I used trial and error to get the right length. That means for every scrap on this picture, I had to get into my breast plate, buckle the belt and adjust the strips, until I found the right set up.
(Quelle: maerenundlobebaeren)
Finishing the belt and straps for my scabbard
Last year I built a new scabbard for my refurbished hand-and-a-half sword. I planned to attach a 15th century belt system similar to this one, during winter, but then I had to wait for some brass parts to ship and built me a new anvil for riveting.
Nevertheless, today I found some spare time to proceed with the project. I weaved the knots around the scabbard and experimented a lot with their straps on the backside, because I wanted to have the end of the strap to emerge in a slight angle and with the fair side up front. Well, this was no fun, but I succeded at last.
After that, I tried to cut the two other straps to length. Doing this alone is nigh impossible, because you have to wear your plate breast, hold three separate leather straps and a scabbard with sword in it at once - and then mark where to cut!
Tomorrow, I’ll see if I did cut the straps to the right length. For now, I call it a day.
Making a scabbard (Part 13): Applying the finish
Mit diesem Eintrag ist der erste Teil des Schwertscheidenbaus abgeschlossen. Nun warte ich auf Gussteile aus Holger Ratsdorfs Werkstatt, bevor ich das Schwertgehänge und den Gürtel in Angriff nehme.
Zur Imprägnierung wird das Scheidenleder mit einer dünnen Schicht Lederbalsam auf Bienenwachsbasis behandelt. Das Wachs wird dünn aufgetragen und gut eingerieben. Die Scheide glänzt danach noch ein bisschen mehr.
Für den Scheidenmund habe ich ein Stück des Leders passend zurechtgeschnitten. Das ovale Lederstück wird an den Rändern mit einem Lederhobel ausgedünnt und erhält einen Schlitz für die Klinge. Das Leder wird mit Lederkleber mit dem Holz der Scheide und dem Bezugsleder so verklebt, dass an der Seite kaum noch eine Naht sichtbar ist. Das Leder entsprechend dünn zu hobeln geht nur mit einem Lederhobel. Danach wird das Leder gefärbt und ebenfalls mit Bienenwachsbalsam behandelt.
Das Ortband wird auf die Scheidenspitze geschoben, so dass es so fest wie möglich sitzt. Mit kleinen Messingnägeln wird es vorsichtig fixiert. Die verwendeten Nägel dürfen nicht zu lang sein, da sie sonst bis zu Kinge durchdringen.
Damit ist die Schwertscheide an sich fertig. Es folgen nun noch das Schwertgehänge mit Gürtel sowie die Aufarbeitung des Schwertgriffs mit neuem Griffleder und Rainguard.
PS: Ich schätze, dass ich bisher rund 40 Stunden in das Projekt gesteckt habe. Puh.
(Quelle: maerenundlobebaeren)
Making a scabbard (Part 12): Finishing the stitching
Das Leder ist nun komplett vernäht und muss mindestens einen Tag lang trocknen. Der Plastikbeutel hat das Leder über Nacht gut feucht gehalten, so dass ich heute abend weiterarbeiten konnte.
Ich habe zwei Bilder beigefügt, die den Stich verdeutlichen sollen. Ich hoffe sie sind einigermaßen aussagekräftig. Während die Scheide trocknet muss sie mit einem Falzbein bearbeitet werden. Man reibt damit ein paar mal aus jeder Richtung kräftig über das Leder. Leichte Dellen und Kratzer die während des Nähens in die Oberfläche eingedrückt wurden, lassen sich so leicht wieder ausbügeln. Zudem erhält das Leder einen schönen Glanz. Unterlässt man das Ausstreichen mit dem Falzbein, wird das feuchte Leder unansehnlich matt nach dem Trocknen!
Nun fehlt nur noch ein Arbeitsschritt, um die Scheide soweit fertigzustellen, damit ich danach mit den Lederriemen für das Gehänge beginnen kann. Dafür fehlen mir allerdings noch ein paar Gussteile, die frühestens Ende nächste Woche bei mir eintreffen werden.
PS: Ich bin wirklich glücklich darüber, dass man den zentralen Rücken der Scheide auch mit dem Leder gut sehen kann. Insbesondere im unteren Teil, wo er etwas steiler ausgearbeitet ist, ist er gut erkennbar. Ich hatte Bedenken, dass die ganze Arbeit womöglich umsonst gewesen ist, und man die Rautenform des Querschnitts unter dem Leder nicht mehr sehen kann.
(Quelle: maerenundlobebaeren)
Making a scabbard (Part 11): Stitching the leather onto the core
Das Vernähen des Lederüberzugs ist meiner Meinung nach der arbeitsintensivste Schritt beim Bau einer Schwertscheide. Und auch derjenige, bei dem schon kleinste Fehler gravierende Auswirkungen haben können.
Zunächst werden alle Werkzeuge zurechtgelegt: Overstitcher, Ahle, zwei stumpfe Sattlernadeln, Leinengarn, Bienenwachs, Schneidunterlage, Cutter, Lineal. Der Faden wird mehrmals durch das Bienenwachs gezogen, damit er wetterfest und geschmeidig wird. Da die Scheide sowieso nicht mit einem einzigen Faden vernäht werden kann, nehme ich höchstens zwei bis drei Längen der Schwertscheide auf einmal. Der Faden kann relativ gut verknotet werden unter dem Lederbezug. Er wird sowieso mehrmals reißen beim Vernähen, da er erheblichen Zug- und Scheuerkräften ausgesetzt ist.
Das Leder muss für einige Minuten gewässert werden, bis es gleichmäßig nass ist. Dabei kann es auch ein wenig in die Länge und Breite gezogen werden. Dann abtropfen lassen und mit Papiertüchern abtrocknen. Zum Verarbeiten sollte es leicht feucht sein.
Nun wird der Scheidenkern auf das Leder gelegt und das Leder genau an die Form angepasst. Dazu wird es immer wieder um den Kern geschlagen und in kleinen Schritten beschnitten. Es sollte ein kleiner Spalt an der Naht zu sehen sein, der durch Zug geschlossen wird. Achtung: beim Trocknen zieht sich das Leder wieder etwas zusammen. Also keinen zu großen Spalt lassen. Wie sehr es sich zusammenzieht ist je nach Lederdicke und -sorte unterschiedlich.
Mit dem Vernähen sollte man an der Spitze beginnnen. Meist sind die ersten Stiche noch etwas locker und ungelenk. Gut wenn die dann unter dem Ortband verschwinden! Ich habe diesmal nicht den Kreuzstich verwendet, sondern einen etwas arbeitsintensiveren Schlingstich: die Nadeln gehen jeweils beide durch jedes Loch, der Faden wird unter dem Leder verschlungen und festgezogen. Reißt der Faden, einfach fest verknoten und mit neuem Faden weitermachen.
Mit dem Overstitcher werden die Lochreihen entlang der Ränder markiert. Aber bitte immer nur ein paar auf einmal - sechs bis zehn Löcher reichen aus. Danach sollte stets der Sitz des Leder geprüft und bei Bedarf noch ein wenig abgeschnitten werden. Zudem ist darauf zu achten, dass die Löcher parallel sind. Mit der Ahle werden die Löcher gestochen. Lochzangen sind ungeeignet, da diese Löcher sich nicht von selbst zusammenziehen und verschliessen.
Beim Nähen werden die Nadeln zwischendurch in das Bienenwachs gesteckt, damit der Fade gut durch die Löcher gleiten kann. Auch die Ahle sollte man ab und an ins Wachs stecken.
Braucht man eine Pause, sollte das Leder angefeuchtet in Frischhaltefolie oder eine Plastiktüte gegeben werden. Es empfiehlt sich nur dann zu pausieren, wenn es unbedingt sein muss. Keinesfalls sollte das Leder länger als eine Nacht so aufbewahrt werden, da es sonst schimmeln könnte.
Morgen geht’s weiter!
(Quelle: maerenundlobebaeren)
Making a scabbard (Part 10): Cutting and dyeing the leather
Weiter geht es mit der Sauerei: Wer schlau ist trägt zum Färben Latexhandschuhe, denn die Lederölfarbe geht nur sehr schwer wieder ab und färbt wirklich alles.
Doch zuvor braucht man eine Vorlage, mit der man das Leder so genau wie möglich zuschneiden kann. Dafür umwickelt man den Scheidenkern mit dünnem Paketklebeband. Das wird dann mit einem nicht zu scharfen Messer (damit das Leinen nicht auch durchgeschnitten wird) sachte entlang der späteren Nahtlinie aufgeschnitten.
Die Naht kann entweder direkt mittig auf der Rückseite der Schwertscheide oder entlang einer der schmalen Seiten verlaufen. Für beides gibt es Belege. Im Übrigen gibt es quasi für jede Nahtart (Kreuzstich, Sattlernaht, Überwendlichstich - Stoß an Stoß und Seite an Seite mit Überstand) sowie auch für das Verkleben des Leders ohne Naht historische Belege und Fundstücke.
Die Vorlage wird nun geglättet und auf das vegetabil gegerbte Blankleder gelegt, das ungefähr o,8 bis 1,4 mm dick sein sollte. Ist es zu dünn und reißt es beim Nähen, ist es zu dick, legt es sich nicht gescheit um die Konturen der Schwertscheide. Ich gebe inzwischen lieber etwas mehr Nahtzugabe als zu wenig: 0,5 bis 1 cm sollten es rundherum schon sein, oben und unten lieber noch etwas mehr, um Spielraum zu haben. Nichts ist beim Vernähen ärgerlicher als zu kurzgeratenes Leder. Lieber schneide ich später beim Anpassen an den Scheidenkern noch einmal etwas nach.
Zu guter Letzt wird das Leder mit Lederölfarbe gefärbt. Ich habe mich für ein schönes, sattes Rot entschieden. Die Farbe wird mit einem kleinen Schwämmchen in kreisenden Bewegungen dünn aufgetragen. Es gilt Tropfen und zu dunkle Stellen zu vermeiden. Meist sind zwei bis drei Farbaufträge nötig, bis die gewünschte Sättigung und ein relativ gleichmäßiger Farbton erreicht ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Farbton, nach dem das Leder fürs Vernähen gewässert wurde, noch ein wenig gleichmäßiger wird.
Nach dem Färben muss das Leder an einem nicht zu warmen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung für mindestens 24 Stunden trocknen.
Making a scabbard (Part 8): Cutting the linnen wrap
Für die Wicklung der Scheide habe ich heute einen Streifen robusten Leinens zurechtgeschnitten. Der Streifen wird im nächsten Schritt diagonal um die Scheide geklebt. Der erste Streifen war leider etwas zu kurz. Im Grunde macht das nichts, da man einfach einen zweiten Streifen ansetzen kann, aber das geht an jener Stelle dann zu Lasten der Stabilität, daher habe ich einen zweiten, etwa einen Zentimeter breiteren Streifen abgeschnitten, der über die gesamte Länge reicht.
Das Leinen wirkt zusammen mit dem Knochenleim später wie ein Kompositwerkstoff: sollte die Scheide brechen oder platzen, hält das elastische Leinen sie weiter in Form. Soweit jedenfalls die Theorie. Zusätzlich habe ich den Holzkern noch an manchen Stellen etwas nachgearbeitet (man findet immer etwas) und mit der Feile aufgeraut, damit der Knochenleim später gut haftet.
(Quelle: maerenundlobebaeren)
Making a scabbard (Part 7): Rounding the edges
Zwei arbeitsame Abende sind vergangen, in denen ich die zweite Seite des Scheidenkerns mit dem Stechbeitel ausgearbeitet habe. Die Spitze habe ich mit der Raspel bearbeitet, bis das Ortband locker aufsitzt. Es muss ein kleiner Abstand zwischen Ortband und Holzkern bleiben, da noch eine Lage Leinen und Leder hinzu kommt. Es macht nichts, wenn das Ortband später stramm auf dem Leder sitzt.
Mit der Raspel habe ich danach die “Schneiden” der Scheide gleichmäßig abgerundet. Das bringt noch einmal eine kleine Gewichtsersparnis und schützt den Rand später vor unschönen Ausbrüchen oder Dellen. Das Mundstück der Scheide habe ich oval ausgearbeitet, damit der geplante Rainguard an der Parierstange passgenau sitzen kann. Direkt darunter wird das erste Lederband der Aufhängung sitzen. Die kleine Abtreppung soll zusätzlich für einen festen Sitz der Knotung sorgen. Zum Abschluss habe ich den gesamten Holzkern mit Schleifpapier bearbeitet.
Möglicherweise wird der Mittelgrat allein durch das Formen des Holzes nicht gut sichtbar sein. Eventuell muss ich da noch ein wenig mit aufgeklebter Schnur nachhelfen. Mal sehen.
(Quelle: maerenundlobebaeren)
Making a scabbard (Part 6): Chiseling the core to diamond shape
Noch kurz bevor das heutige Gewitter aufgezogen ist, habe ich eine der beiden Seiten des Holzkerns mit dem Stechbeitel in Form bringen können. Das Mundstück will ich noch separat bearbeiten, so dass ein Rainguard gut darauf passt. Mit der Raspel habe ich danach noch die Spitze grob in Form gebracht. Sobald beide Seiten bearbeitet und die Ränder abgerundet sind, wird die Spitze an das Ortband angepasst. Bei allen Arbeiten ist zu bedenken, dass noch eine Lage dünnes Leinen und das Leder mit einberechnet wird.
(Quelle: maerenundlobebaeren)
Making a scabbard (Part 5): Planing the raw scabbard
Den heutigen Nachmittag habe ich damit verbracht, die Scheide zunächst auf die nötige Länge zu kürzen und beiderseits den Umriss der Klinge, des Ortbands sowie des benötigten Überstands aufzuzeichnen. Die Seiten habe ich mit einem Hobel so bearbeitet, dass sie sich gleichmäßig zur Spitze hin verjüngen. Ohne eine richtige Werkbank ist das sehr umständlich. Werde mir demnächst wohl eine kleine Werkbank oder einen Spanntisch zulegen müssen.
Weiterhin habe ich grob den Querschnitt der Scheide festgelegt und überlegt, wie ich das obere Ende gestalten werde. Ich plane den Schwertgriff später neu mit Leder zu beziehen und einen Rainguard anzubringen, der sich bein Einstecken der Klinge einige Zentimeter auf die Scheide schieben soll. Dazu habe ich jetzt schon mal eine Linie eingezeichnet ab der ich die Scheide diamantförmig beziehungsweise leicht hexagonal ausarbeiten will. Der obere Teil wird dann einen abgerundeten Querschnitt erhalten. Unterhalb des Rainguards soll später der erste Ledergurt geknotet werden. Im Laufe der weiteren Arbeitsschritte kann sich daran aber noch etwas ändern.
Editors note: If anyone is interested in an english translation of this Making-of-series, and is not satisfied with google translate, please drop me a line.